17.5.16 „HeartBeat Live“-Konzert im Garten des WBC

Dienstag, 17.05.2016, 19 Uhr
„HeartBeat Live“
Konzert im Garten des WBC
Unsere Partnerinnen und Partner von „HeartBeat:Jerusalem“ schliessen das Frühjahrs-Semester mit einem Konzert im WBC ab und teilen mit uns ihre Erfahrungen, ihre Musik & die Entwicklungen, die die jungen Musikerinnen & Musiker in diesen Monaten gemacht haben.
Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste für das Konzert in unserem Garten und einen Abend mit großartiger Musik in netter Gesellschaft.
Ort: Willy Brandt Center Jerusalem, Ein Rogel 22, Jerusalem

20 Jahre WBC Jerusalem – Eröffnung des Jubiläumsjahres mit Johanna Uekermann

Am 9. April 1996 haben drei sozialistischen Jugendbewegungen aus Israel, Palästina und Deutschland beschlossen, ihre Beziehungen zu stärken, indem sie das Willy Brandt Center Jerusalem gründen. Dieses Jahr feiern wir unser 20-jähriges Bestehen.
Wir blicken zurück auf unsere politische Zusammenarbeit, unsere Bildungsprogramme und engagierten Kunstprojekte.  Zur gleichen Zeit blicken wir nach vorne und arbeiten weiter an unserer gemeinsamen Vision einer friedlichen Zukunft.
Johanna Uekermann, Vorsitzende der Jungsozialisten in der SPD (JUSOS) eröffnete gemeinsam mit unseren langjährigen Partnern das Jubliäumsjahr mit einer Festrede:

 

„Liebe Freundinnen und Freunde des Willy Brandt Zentrums Jerusalem, liebe Genossinnen und Genossen,
wir beginnen unser Jubiläumsjahr an einem historischen Datum. Vor 20 Jahren haben unsere Vorgänger Ofer Dekel, Sabir Tomezi und Andrea Nahles die Partnerschaftsvereinbarung für die Gründung des Willy Brandt Zentrums unterschrieben. Um ehrlich zu sein sind wir mit unseren Feierlichkeiten zwei Tage zu früh, weil das eigentliche Datum, der 9. April, dieses Jahr auf einen Samstag fällt. Aber nicht nur das Datum ist anderes als damals, auch der Ort unserer Zusammenkunft hat sich etwas nach Süden verschoben. Das Gründungsdokument wurde in Ramallah unterschrieben.
Was damals möglich war, scheint heute unmöglich zu sein. Dennoch ermutigt es uns unsere gemeinsamen Anstrengungen fortzusetzen. Politische Realitäten werden von Menschen gemacht und können von Menschen geändert werden. Wir haben gute und schlechte Zeiten in den letzten 20 Jahren gesehen. Aber selbst in den dunkelsten Stunden von Krieg und Blutvergießen hat unser Zentrum bewiesen, dass es die Verbindungen zwischen unseren Verbänden aufrecht erhalten  und Hoffnung an unsere Mitglieder vermitteln kann, dass eine Verbesserung der Lage möglich ist.
Manchmal fragen mich Menschen – sei es im internationalen Kontext oder vor Ort im Nahen Osten – warum wir als Jusos den komplizierten Weg der doppelten Solidarität weitergehen. Meine Antwort ist einfach: Es ist wegen euch. Als die progressiven Kräfte in Israel und Palästina, die nach Frieden streben, verdient ihr unsere Unterstützung. Euer Mut an eine friedliche Zukunft zu glauben, in der Israelis und PalästinenserInnen Seite an Seite leben, ist für uns eine große Inspiration. Es motiviert uns fortlaufend unsere Zeit und unsere Ressourcen in das Willy Brandt Zentrum zu investieren.
Auch wenn die Zukunftsperspektiven nicht immer gut aussehen, sind wir als Jusos überzeugt, dass unsere Partnerschaft einen Mehrwert für die politische Landschaft Jerusalems hat. Mit Blick auf die Erfahrungen der letzten 20 Jahre sollten wir dieses Jubiläum nutzen, um unsere Partnerschaft weiterzuentwickeln und unsere Beziehungen zu vertiefen. Die Jusos werden den internationalen Kampf für eine gerechtere und friedlichere Welt fortsetzen. In unserer Partnerschaft teilen wir dieses Ziel aufgrund unserer gemeinsamen Werte. Mit Blick auf die Zukunft kann ich sagen: Wir sind an eurer Seite. Wir ringen um die selbe Sache.“

Studie „From Social Justice to Peace – Gewerkschaftsarbeit über Grenzen hinweg“

Gewerkschaften vermitteln zwischen den Positionen von Arbeiter*innen und Arbeitgeber*innen und stärken die Rechte von Arbeiter*innen im Verhältnis zum Staat und im Beschäftigungsverhältnis. Somit sind sie kompetente Partner in der zivilen Konfliktbearbeitung, bei Aushandlungsprozessen und im Kampf für soziale Gerechtigkeit.

Die Studie „From Social Justice to Peace – chances for cross-border trade union cooperation“ wurde durch die Förderung der Stiftung Soziale Gesellschaft Nachhaltige Entwicklung der IG BAU möglich gemacht und präsentiert in kompakter Form die Entwicklung und den Stand von Gewerkschaftsarbeit in Israel und Palästina.
Verfasst von zwei Vertreterinnen der jeweiligen Gesellschaften stellt sie die Verbindung von Gewerkschaftsarbeit über Grenzen hinweg dar und zeigt das Kooperationspotential auf, um gemeinsam für eine friedliche, gerechte Entwicklung zu kämpfen.

Red Lounge Movie Night: Revolution Girls

Anlässlich des „Women’s History Month“

Mittwoch, 16. März 2016 um 19:00

„Revolution Girls“ by Natasha Dudinski

„How many revolutions must a woman go through before she reaches 40?“

„Revolution Girls“ ist die Geschichte von vier tschechischen Frauen, die an der „Velvet Revolution“ von 1989 teilnahmen. Obwohl sich ihr Leben seit den Student*innenstreiks und Protesten in verschiedene Richtungen entwickelt hat, haben diese Frauen nichts von dem Glauben daran verloren, die Welt verändern zu können.
Im Anschluss an den Film wird es ein Gespräch mit der Filmemacherin Natasha Dudinski geben.

Revolution Girls  //  Holky z fildy (Orig.)
DIR: Natasha Dudinski, Taťána Slánská-Marková
2009 / Czech Republic / 57 min

See you at the WBC!

youngworkers

Junge Arbeitnehmer*innen und Gewerkschaften in Palästina und Israel

17. März 2016 um 19:00 | Kolloquium im WBC Jerusalem
Junge Arbeitnehmer*innen und Gewerkschaften in Palästina und Israel

Was sind die Rechte von Arbeitnehmer*innen heute im Nahen Osten
? Was ist die Rolle der Gewerkschaften auf einem neoliberalen Arbeitsmarkt ?  Das WBC Jerusalem hat aktuell eine Feldstudie über die Gewerkschaftsarbeit  Palästina und Israel veröffentlicht mit dem besonderen Blick auf die die Situation  junge Arbeitnehmer* innen. Anlässlich der Veröffentlichung laden wir euch ein, um die Studie zu vorzustellen und zu diskutieren.

 

Mit der freundliche Unterstützung der  „Stiftung Soziale Gesellschaft & Nachhaltige Entwicklung der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt“.

 

 

 

Würdigung des WBC anlässlich des 60. Geburtstages von Frank-Walter Steinmeier

Anlässlich des 60. Geburtstages von Außenminister Frank-Walter Steinmeier lädt das Kulturforum der SPD nächste Woche zu einem  außenpolitischen und kulturellen Nachmittag ein. Die Festrede hält Kofi Annan, im Anschluss findet eine Diskussionsrunde statt. Wir freuen uns auf gute Gespräche im Rahmen des Empfangs.
Wir bedanken uns herzlichst dafür, dass anstatt Geschenken an den Außenminister um eine Spende an das Willy Brandt Center Jerusalem gebeten wird.
Dies ist eine fantastische Würdigung unserer Arbeit, in der wir uns seit 20 Jahren für Frieden und nachhaltigen Dialog einsetzen
Im Namen unserer Teams in Jerusalem und Berlin, unserer Mitarbeiter*innen und zahlreichen Unterstützer*innen gratulieren wir Frank-Walter Steinmeier zum 60. Geburtstag!

Red Lounge im WBC zeigt Can’t Be Silent – On Tour with The Refugees

Das politische Kino lebt!

Can’t Be Silent – On Tour with The Refugees
Ein Film von Julia Oelkers

20.1.2016 um 19:00

Can’t Be Silent – On Tour with The Refugees dokumentiert das engagierte Projekt von Heinz Ratz. Ein Projekt, das den Ausgestoßenen und Marginalisierten eine Stimme gibt. Ein Film, der uns auffordert hinzuschauen und hinzuhören. Die Asylpolitik der Bundesrepublik und ihre Realität.
Musiker Heinz Ratz hat 80 Asylbewerberheime in Deutschland besucht und dort Musiker von
Weltklasseformat gefunden: Sänger, Musiker, Rapper und doch Ausgeschlossene und Ab-
geschobene. Nuri (Dagestan), Jacques (Elfenbeinküste), Hosain (Afghanistan), Sam (Gambia)
und Revelino (Elfenbeinküste) haben ihr Land verlassen auf der Suche nach einer neuen
Heimat. Künstler auf der Flucht.
Musik machen können sie nach deutschem Recht nur im nächstliegenden Bezirk. Ihre Bewegungsfreiheit als Asylsuchende ist eingeschränkt. Aber sie erheben ihre Stimme.
Regisseurin Julia Oelkers begleitet „Strom & Wasser feat. The Refugees“ und dokumentiert die
einfache wie machtvolle Geste, die eigene Stimme zu erheben, Not und Verzweiflung zu
artikulieren und mitzuteilen..

Offizielle Webseite: http://www.cant-be-silent.de

Mittwoch, 20.1.2016 um 19:00
WBC Jersualem,
Ein Rogel 22
Jerusalem (Abu Tor)

Two Narratives-One Future: Jahreskonferenz 2015

Rückblick auf unsere Jahreskonferenz 2015 „Two Narratives – One Future“

 

Es waren schwierige Zeiten, als sich dieses Jahr in Jerusalem AktivistInnen und offizielle VertreterInnen aus Israel, Palästina, Deutschland und der ganzen Welt zur Jahreskonferenz des Willy Brandt Centers versammelt haben. Der Titel „Zwei Narrative – Eine Zukunft“ war dabei wichtiger als je zuvor im Jahr 2015. Der Ausbruch der Gewalt und die Terroranschläge in Israel und Palästina wurden in beiden Gesellschaften auf sehr unterschiedliche Weise wahrgenommen. Dies musste natürlich in der Agenda der Konferenz berücksichtigt werden.
Das trilaterale Organisationsteam hat viel Mühe darauf verwandt, die geplanten Workshops und Diskussionen an die aktuelle Situation anzupassen. Nach der informellen Zusammenkunft am Freitagabend im Willy Brandt Center in Jerusalem, begann der Samstag mit einer Expertenmeinung zu den Entwicklungen auf dem Tempelberg/Haram as Sharif. Danach reflektierten die Teilnehmenden, wie unterschiedlich die jüngsten Ereignisse in den israelischen und palästinensischen Medien dargestellt wurden und diskutierten Gründe dafür. Zum Ende der Konferenz wurden Workshops angeboten, die soziale Bewegungen weltweit porträtierten mit der Fragestellung, was Menschen in Israel und Palästina von diesen Bewegungen lernen können für ihren eigenen Aktivismus.

Alle Fotos von Yam Vignola



Facing the future together

Facing the future together – 50 Jahre politischer Jugendaustausch

Rückblick auf unsere Veranstaltung: Facing the future together – mehr als 50 Jahre politischer Jugendaustausch
Der politische Jugendaustausch war Thema eines Barcamps des WBC anlässlich des 50. Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel. Der 74-Jährige Walter Haas war gekommen, um von den Anfängen der Jugendbegegnungen zu erzählen, die lange vor dem Botschafteraustausch lagen.
In der zweiten Hälfte der fünfziger Jahren habe in der Bildungsarbeit der Solinger Gewerkschaftsjugend die Geschichte der Arbeiterbewegung und der Einfluss von jüdischen Kollegen eine große Rolle gespielt, erinnerte sich Walter Haas. Die sozialistischen Kibbuzim und die von Fritz Naphtali entwickelte Gemeinwirtschaft, die in Israel mit seinem mächtigen Gewerkschaftsverband Histadrut in die Praxis umgesetzt wurden, hätten ihn fasziniert. „Uns schien vieles utopisch zu sein“, schilderte der aus dem Bergischen Land kommende Gewerkschafter den Ende Wunsch, nach Israel zu reisen. Doch man habe noch bis 1961 warten müssen, bis die Reise angetreten werden konnte. Es sei sehr schwierig gewesen, Visa zu bekommen. „Es gab keine direkte Verbindungen nach Israel“, erzählte Walter Haas. „Aber der Bundesstudentenring hatte die Möglichkeit, dass man mit einem Sonderzug von Köln nach Athen fahren konnten, zweieinhalb Tage.“ Weiter sei man mit einer alten DC 3 geflogen, in der es noch nicht einmal richtige Sitze gegeben habe.
In Tel Aviv hat sich die Gruppe der DBG-Jugend als erstes an die Histradrut gewandt, zu dem der DGB damals aber noch keine offiziellen Beziehungen hatte. „Wir mussten feststellen, an uns war man nicht interessiert. Innerhalb von Israel war 1961 eine ganz besondere Situation, der Eichmann-Prozess hat begonnen. Es gab in der Bevölkerung eine Mehrheit, die kein Interesse hatte, mit irgendetwas Deutschem in Kontakt zu treten.“ Letztlich habe die Gruppe um Walter Haas zwei Hauptamtliche der gewerkschaftsnahen Jugendorganisation Noar Oved gefunden, die bereit waren, mit dieser ersten Delegation der DBG-Jugend in Kontakt zu treten. „Diese beiden sind dafür sehr kritisiert worden.“
Bereits 1962 fand der erste Gegenbesuch statt, und zwar als privater Besuch. „Die Histadrut hat die Reise einer offiziellen Delegation verboten.“ Gemeinsam sei man von Solingen aus nach Berlin gefahren, wo soeben die Mauer errichten worden war, rief sich Walter Haas ins Gedächtnis. „Der Kern war gelegt für eine gegenseitige Begegnung, einen gegenseitigen Austausch“, sagte Haas, der später Bundessekretär der DGB-Jugend und DGB-Landesvorsitzender in NRW war.
In den anderen Gesprächskreisen des Barcamps, das mit Förderung des Auswärtigen Amtes und des Goethe-Instituts veranstaltet wurde, ging es um jüngere Aspekte des politischen Jugendaustauschs. Eine Gruppe sprach über die Geschichte der Beziehungen zwischen den „Blauhemdorganisationen“ SJD – Die Falken, Noar Oved und Haschomer Hazair. In einer anderen Runde ging es um die wechselhafte Positionen der Jusos als linkem Richtungsverband zum Nahostkonflikt bis hin zur Gründung des WBC in 1996. Ein dritter Kreis diskutierte unter dem Motto „Facing the future together“ über die Zukunft des Austauschs zwischen deutschen, israelischen und palästinensischen Jugendlichen.

Fotos: Tobias Pietsch






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Yasmin Fahimi zu Besuch im WBC

„In den Gesprächen, die ich mit Israelis und Palästinensern führte, wurde immer wieder deutlich, dass es immer weniger direkte Kontakte und eine zunehmende Entfremdung untereinander gibt“, sagte Yasmini Fahimi nach einem Besuch im Willy Brandt Center dem vorwärts. „Und daher auch wenig Vertrauen“, fügte die SPD-Generalsekretärin hinzu. „Dass sich das Willy-Brandt-Zentrum in Jerusalem, an dem die deutschen Jusos maßgeblich beteiligt sind, seit Jahren zur Aufgabe setzt, junge Menschen und Aktivisten von beiden Seiten zusammenzubringen, finde ich daher umso wichtiger.“

Fahimi war ins WBC gekommen, um mit den am Projekt „Soziale Gerechtigkeit“ Teilnehmenden zu sprechen. Sie berichtete über die aktuelle politische Lage in Deutschland und die anstehenden Projekte der SPD. Mit dem Mindestlohn sei schon viel erreicht, aber einiges bleibe zu tun. Der Wandel der Arbeitswelt zum digitalen Arbeiten 4.0 stelle Politik und Gesellschaft vor große Herausforderungen. Die geringe Wahlbeteiligung mache ihr besonders Sorgen, so Yasmin Fahimi. Inhalt des Gesprächs waren aber auch die Rolle von Jugend innerhalb von Parteien, der Friedensprozess und die Arbeit des WBCs