{"id":3534,"date":"2020-12-07T20:30:30","date_gmt":"2020-12-07T19:30:30","guid":{"rendered":"https:\/\/willybrandtcenter.org\/?p=3534"},"modified":"2020-12-08T10:33:48","modified_gmt":"2020-12-08T09:33:48","slug":"interview-nitzan-menagem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/willybrandtcenter.org\/en\/de\/interview-nitzan-menagem\/","title":{"rendered":"Es geht nicht um Schuld, sondern um Verantwortung."},"content":{"rendered":"<p><strong>50 Jahre Kniefall von Warschau: Interview mit Nitzan Menagem<\/strong><\/p>\n<p>Am 7. Dezember 1970 kniete Willy Brandt am Ehrenmal f\u00fcr die Toten des Warschauer Ghettos nieder. Schweigend verharrte der deutsche Kanzler eine halbe Minute und dr\u00fcckte so seine Bitte um Vergebung f\u00fcr die deutschen Verbrechen des Zweiten Weltkriegs aus. Sp\u00e4ter erkl\u00e4rte Brandt:<\/p>\n<p>\u201eWo, wenn nicht dort, wo das Warschauer Ghetto stand, w\u00e4re f\u00fcr einen deutschen Bundeskanzler der Platz, die Last der Verantwortung zu sp\u00fcren und Schuld abzutragen!\u201c<\/p>\n<p>Die Erinnerung an den millionenfachen Mord an den Juden Europas pr\u00e4ge besonders die deutsch-israelischen Beziehungen, so Brandt. Niemand d\u00fcrfe das Lebensrecht des Staates Israels in Frage stellen.<\/p>\n<p>2020 j\u00e4hrt sich Willy Brandts Kniefall zum 50. Mal. Anlass f\u00fcr uns eine israelische Partnerin von Hashomer Hatzair nach der Bedeutung der Geste und ihrer Relevanz heute zu fragen.<\/p>\n<p><strong>Zum 50. Mal j\u00e4hrt sich Willy Brandts Kniefall von Warschau und seine Bitte um Vergebung deutscher Verbrechen an J\u00fcdinnen und Juden. Was bedeutet der Kniefall f\u00fcr dich?<\/strong><\/p>\n<p>Willy Brandts Kniefall hat eine gro\u00dfe Symbolik. Brandt war selbst Antifaschist, der als Widerstandsk\u00e4mpfer aus Nazi-Deutschland fliehen musste. Er machte diese Geste, um zu zeigen, dass er als Kanzler der Bundesrepublik Deutschland Verantwortung \u00fcbernimmt. Und das obwohl er selbst keine Schuld auf sich geladen hatte. Nach jahrelangen Begegnungen mit Gruppen antifaschistischer Aktivist*innen von Jusos und den Falken verstehe ich, wie wichtig es ist, einen solchen Standpunkt einzunehmen: Es geht nicht um Schuld, sondern um Verantwortung. Furchtlos daran zu arbeiten, dass so etwas nie wieder passiert, niemandem. Brandt hat das Verantwortungsvolle getan, indem er niederkniete. Nicht nur, um sein Bedauern und seine Trauer \u00fcber diese schrecklichste Trag\u00f6die der modernen Zeit zu zeigen, sondern auch, um zu sagen: wir sind verantwortlich und wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um anders zu handeln. Brandt hat die Verantwortung \u00fcbernommen, die aus den Gr\u00e4ueltaten der Nationalsozialisten folgte.<\/p>\n<p><strong>Du arbeitest f\u00fcr Hashomer Hatzair Deutschland. Was ist das f\u00fcr eine Organisation und was hat Hashomer Hatzair mit dem Warschauer Ghetto zu tun?<\/strong><\/p>\n<p>Hashomer Hatzair Deutschland wurde 2012 nach 74 Jahren wieder gegr\u00fcndet. Wir sind eine s\u00e4kulare, aber dennoch j\u00fcdische Jugendbewegung, die Teil einer internationalen, sozialistischen und feministischen Organisation ist. Wir arbeiten daran, die pluralistische Gemeinschaft als Gruppe zu verbinden und zu st\u00e4rken, f\u00fcr die Anerkennung des Judentums als eine gemeinsame Kultur und Geschichte. Die Jugendbewegung wurde 1913 in Galizien (Polen) gegr\u00fcndet und hatte vor dem Zweiten Weltkrieg weltweit 70.000 Mitglieder. Vor dem Holocaust war <em>Ken Warschau, <\/em>der Ortsverband von Hashomer Hatzair in Warschau,\u00a0 der gr\u00f6\u00dfte weltweit.<\/p>\n<p>Als ich in meiner Jugend \u00fcber den Holocaust lernte, wurde Warschau immer als ein besonderer Ort diskutiert. Hier fand 1943 der Aufstand im Warschauer Ghetto statt. Mordechaj Anielewicz, der Leiter des Warschauer Ortverbands von Hashomer Hatzair, wurde Leiter der j\u00fcdischen Widerstandsorganisation und einer der Anf\u00fchrer des Aufstands. Zusammen mit weiteren Mitgliedern von Hashomer Hatzair, wie Tosia Altman. Im R\u00fcckblick auf den Schrecken jener Zeit, auf die Lage, in der sich die J\u00fcdinnen und Juden und andere Opfer der Nazis befanden, war diese Art von Widerstand alles andere als selbstverst\u00e4ndlich. Man brauchte Verb\u00fcndete, mit denen man kooperieren konne und Menschen, die bereit waren ein Risiko auf sich zu nehmen und nicht nur passiv zuschauten. Man musste &#8222;<em>tapfer und mutig<\/em>&#8220; sein, aber man musste auch verstehen, dass es keinen anderen Weg gibt. &#8222;T<em>apfer und mutig<\/em>\u201c ist bis heute das Motto unserer Organisation.<\/p>\n<p>Ich bin stolz darauf, zusammen mit meinen Genoss*innen in die Fu\u00dfstapfen vieler mutiger Menschen unserer Bewegung zu treten \u2013 ausgerechnet in Deutschland. Polen war vor dem Krieg der Ort, an dem unsere Bewegung am gr\u00f6\u00dften war. Heute k\u00e4mpft Hashomer Hatzair dort mit der immer kleine werdenden j\u00fcdischen Gemeinde. Aber auch mit der Zunahme von Rechtsextremismus und Antisemitismus.<\/p>\n<p>Wir sind entschlossen, dem Beispiel unser Mitglieder in der Vergangenheit zu folgen und den Faschismus zu bek\u00e4mpfen, wo immer er auftaucht: Es geht nicht nur darum, dass der Antisemitismus \u00fcberall dort aufsteigt, wo Rechtsextremismus erlaubt ist &#8211; es geht um die Freiheit eines jeden einzelnen und darum, die Freiheiten die wie jetzt haben zu reflektieren.<\/p>\n<p><strong>Hashomer Hatzair ist auch eine der Partnerorganisationen des Willy Brandt Center Jerusalem (WBC). Was bedeutet f\u00fcr dich die Verbindung von Hashomer Hatzair, WBC und Willy Brandt?<\/strong><\/p>\n<p>Willy Brandt glaubte an Frieden und es ist kein Zufall, dass das Projekt in Jerusalem nach ihm benannt wurde. Seit 1996 ist das Willy Brandt Center Jerusalem ein wichtiges Projekt, das israelischen und pal\u00e4stinensischen Aktivist*Innen die M\u00f6glichkeit gibt, sich zu treffen und auszutauschen. F\u00fcr alle Menschen, die vor Ort f\u00fcr den Frieden k\u00e4mpfen, ist dieser Konflikt und alle seine Auswirkungen erm\u00fcdend und oft kann man die Hoffnung verlieren und ausbrennen. Aus meiner Erfahrung versteht man nur durch die Begegnung mit &#8222;der anderen Seite&#8220; wirklich, dass letztendlich jede*r das Gleiche will: in Frieden zu leben. Nur so kann man die Hoffnung zur\u00fcckgewinnen und verstehen, dass man ein Teil eines gr\u00f6\u00dferen Kampfes ist. Bei gemeinsamen Treffen kommen Menschen nicht zuf\u00e4llig zusammen. Es treffen sich jene, die gemeinsame Werte teilen und unerm\u00fcdlich daran arbeiten, unsere Gesellschaften und Realit\u00e4ten besser zu machen. Sowohl mit p\u00e4dagogischen, als auch mit politischen Mitteln. Auch wenn der Name etwas anderes impliziert, geht es bei diesem Projekt nicht um die W\u00fcnsche der deutschen Partner*innen. Sie sind da, um diesen Dialog zu erm\u00f6glichen. Es geht darum, die Menschen einfach miteinander sprechen zu lassen, einander verstehen zu lassen, wie sie es st\u00e4ndig tun wollen und gemeinsam an einer andere Realit\u00e4t zu arbeiten. Wie Willy sagte: wir wollen mehr Demokratie wagen &#8211; auch im Nahen Osten.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Wandel durch Ann\u00e4herung&#8220;, war das Motto von Willy Brandts Ostpolitik, die durch den Kniefall von Warschau eine neue Grundlage bekommen hat. Wandel durch Ann\u00e4herung ist auch ein Arbeitsansatz des WBCs. K\u00f6nnen wir heute noch von den Ans\u00e4tzen Willy Brandts lernen?<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen wir das. Ich bin eine Anh\u00e4ngerin der Bildungsarbeit, die die harten Fragen \u00fcber die Gesellschaft stellt, in der wir leben. Warum die Dinge so funktionieren, wie sie funktionieren, warum es \u00fcberhaupt noch Konflikte gibt. Symbolische Handlungen waren nie genug, um die Realit\u00e4t zu ver\u00e4ndern, aber kritische Bildungsarbeit schon.<\/p>\n<p><strong>Du kommst aus Israel und hast dort lange mit und im WBC gearbeitet. Welchen Rolle spielt Willy Brandt f\u00fcr deine Arbeit dort?<\/strong><\/p>\n<p>Willy Brandt ist f\u00fcr mich in erster Linie mit dem WBC und seinen Werten verbunden. Ich lernte Willy Brandt und seine Ans\u00e4tze, durch die gemeinsame Arbeit dort kennen. Als junge Aktivistin in Jerusalem wurde ich 2008 im WBC aktiv. Seitdem bin ich an der Arbeit zur Beendigung des israelisch-pal\u00e4stinensischen Konflikts beteiligt. Zu Beginn hatte ich aber nicht die Gelegenheit, jemanden von &#8222;der anderen Seite&#8220; kennen zu lernen. <em>Internationals<\/em> k\u00f6nnen sich zwischen Israel und Pal\u00e4stina relativ frei bewegen. Aber die Menschen, die dort leben nicht. Erst als ich nach Jerusalem zog und im WBC aktiv wurde, hatte ich die Chance, diesen politischen Dialog zu f\u00fchren. Wir hatten nicht vor, Freund*innen zu werden, aber der Respekt, die gegenseitige Anerkennung und das Verst\u00e4ndnis erlaubten es uns, Erfahrungen auszutauschen und uns gegenseitig zu unterst\u00fctzen. Seltsamerweise war es einfacher, sich in Deutschland als in der Region zu treffen. Unsere deutschen Partner*innen haben besondere historische Beziehungen und ein gro\u00dfes Interesse an Israel. Aber diese besonderen Beziehungen erm\u00f6glichen auch einen wirklich einzigartigen Austausch zwischen Aktivist*innen, von dem alle Parteien \u2013 Israelis, Pal\u00e4stinenser*innen und Deutsche \u2013 gleicherma\u00dfen viel lernen k\u00f6nnten. \u00dcber Frieden, Demokratie und dar\u00fcber, was unseren Realit\u00e4ten noch von diesen Zielen trennt.<\/p>\n<p>Zur Person:<\/p>\n<p><strong>Nitzan Menagem<\/strong> ist Vorsitzende von Hashomer Hatzair Deutschland. Seit 2008 ist Nitzan am Friedensprojekt Willy Brandt Center Jerusalem beteiligt, wo sie als Projektkoordinatorin im politischen Team und sp\u00e4ter im Kommunikations- und Projektmanagement in Berlin t\u00e4tig war. Sie arbeitet als Projektleiterin, Referentin und Trainerin freiberuflich bei verschiedenen Organisationen.<\/p>\n<p><em>Interview von Onno Mengdehl und Tobias Pietsch<\/em><\/p>\n<p><em>Foto: Sven Simon<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>50 Jahre Kniefall von Warschau: Interview mit Nitzan Menagem Am 7. Dezember 1970 kniete Willy Brandt am Ehrenmal f\u00fcr die Toten des Warschauer Ghettos nieder. Schweigend verharrte der deutsche Kanzler eine halbe Minute und dr\u00fcckte so seine Bitte um Vergebung f\u00fcr die deutschen Verbrechen des Zweiten Weltkriegs aus. 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